Speisensegnung am Karsamstag

Für uns Christen gehört es zum „guten Ton“, vor den Mahlzeiten zu beten. Zum einen heiligt der Lobpreis Gottes vor der Mahlzeit die Speise. Zum anderen gehört das Tischgebet zur uralten Tradition des „Speiseopfers“: Schon die antiken Griechen schütteten vor ihren Gelagen kleinere Mengen Wein auf den Boden. Damit dankte man der Erde. Denn die Erde gab von ihrer Kraft, um den Weinstock wachsen zu lassen, und die Trauben mussten ihr Leben hergeben, um Wein zu werden. Das „Speiseopfer“ erinnert uns daran, dass Früchte, Gemüse, Tiere für unseren Lebenserhalt sterben müssen. Unser Leben verdankt sich ihrer Lebenshingabe. In den Rahmen des täglichen Tischgebetes, das Heiligung der Speise und Speiseopfer ist, gehört auch die alte, volkstümliche Segnung der Speisen vor Ostern: Nach der Entbehrung der Fastenzeit sollen Fleisch, Eier, Brot etc. für den ersten Genuss gesegnet werden. Am Ende der Fastenzeit soll der erste Genuss ein gesegneter, von Gott geprägter Genuss sein.

Für alle Gläubigen unseres Pastoralverbunds Bergkamen bieten wir eine gemeinsame Speisensegnung am Karsamstag, 15. April, um 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Michael an. Die Gläubigen sind gebeten, die Speisen, die sie gesegnet haben möchten, in kleinen Körben mitzubringen.