Fronleichnam im PV 2016

Richtig erleichtert war Pastor Thorsten Neudenberger, als er am Fronleichnamsmorgen einen kurzen Blick hinauf zum Himmel warf. „Das Wetter ist mal wieder auf unserer Seite“, meinte der Leiter des Pastoralverbundes Bergkamen sichtlich entspannt und gab das „OK“ zum Aufbau der drei Außenaltäre, die den Prozessionsweg säumen.

Wie immer, waren im Vorfeld die freiwilligen Helfer der Gemeinde wieder nicht untätig und hatten dieses Mal sogar die Fahnenstangen rund um die St. Elisabeth-Kirche neu gestrichen und auch die bunten Fahnen neu geschneidert.

Nachdem in der vollbesetzten St. Elisabeth-Kirche zu Beginn ein feierliches Festhochamt zusammen mit Lektoren und Messdienern aus dem gesamten Pastoralverbund gefeiert wurde, machte sich der endlos lange Prozessionszug, eingehüllt in Weihrauchduft, mit den Vereinsfahnen voran und der Monstranz unter dem Baldachin auf den Weg durch die Straßen der Stadt. Vor dem Baldachin hatten sich zudem die Kommunionskinder in ihren weißen Kleidern und schicken Anzügen eingereiht. 

Die erste Station wurde am Kindergarten eingelegt, wo die Caritas und die kfd ihren mit vielen Blumen geschmückten Altar aufgebaut hatten. Nach einigen Fürbitten ging es dann weiter in den Stadtpark, wo die KAB ihren Altar auf einer idyllischen Lichtung aufgebaut hatte.

Für eine rührende Überraschung sorgten hier die zwölfjährige Christine und ihr Vater Maurice Shamoun, trugen sie doch das „Vater unser“ in aramäischer Sprache vor. Seit einiger Zeit hat nämlich ihre fünfköpfige Familie, allesamt jesidische Christen, in Bergkamen eine Zuflucht gefunden.

Weiter ging es dann zur letzten Station, wo der Hedwigskreis seinen Altar aufgebaut hatte, in der Elisabeth-Kirche fand dann die Prozession ihren Abschluss.

Klaus-Dieter Hoffmann / KDH / 26.05.2016

Altar der kfd und der Caritas
Altar des Hedwigskreises
Christine und Maurice Shamoun